Die Gehirndominanz

Jedes Großhirnzentrum arbeitet auf der einen Seite ganz unabhängig von anderen und erfüllt seine Funktion. Beide Gehirnhälften sind mit einem dicken Nervenstrang miteinander verbunden. Auf diese Weise werden Faktenwissen und kreativ, emotionaler Bereich miteinander gekoppelt.

Je nach Begabung ist die eine oder andere Gehirnhälfte des Menschen mehr entwickelt. Daraus  erklärt sich die mangelnde mathematische Fähigkeit des Klavierspielers. Diese Dominanz ist aber keineswegs fest, sondern kann sich im Laufe des Lebens verändern oder willentlich mit entsprechender Technik verändert werden.

Kinder benutzen vorwiegend ihre rechte Gehirnhälfte. Sie entwickeln zuerst kreative Fähigkeit, wobei sie ihre Fantasie einsetzen. Mit dem Schuleintritt verliert sich die Rechtsdominanz, da durch das Lernen von Lesen, Schreiben und Rechnen  die Entwicklung der linken Gehirnfunktionen gefördert wird. Die ganze Erziehung während der Schul- und Ausbildungszeit fördert in erster Linie die Entwicklung des Linkshirns.

Gehen wir noch einmal davon aus, dass die rechte Gehirnhälfte uns die Ideen liefert. Es denkt in Bildern und ordnet allem einen bestimmten Gefühlswert zu. Erst durch die Verbindung mit der linken Gehirnhälfte erfolgt die Verknüpfung mit Fakten, Daten, Worten und wir sind zur handlungsorientierten Umsetzung fähig.

Ein weiters Problem entsteht dann, wenn „Rechtsdenker" und „Linksdenker" zusammenarbeiten müssen. Missverständnisse bis hin zu totalem gegenseitigem Unverständnis können die  Folge sein. Selten wird eine Einigung erzielt. Beide Parteien sprechen sogar eine unterschiedliche Sprache.

Balance ist wichtig. Benachteiligte Gehirnhälften können trainiert werden. Rechtsfördernd sind Aktivitäten wie Malen, Musizieren, Bildhauen. Linksfördernd sind Karten spielen, Computer-Programmiern, Sprachen lernen. Kochen, Lesen, Gartenarbeit, Reisen aktivieren gleichzeitig beide Gehirnhälften.

Aber nicht nur mentales Training hilft zur Balance. Es gibt eine spezielle Gymnastik, die beide Gehirnhälften schult und synchronisiert, die sog. Brain Gym. Selbst die Elektronik bzw. Computertechnologie hat mit den Mind-Machines Möglichkeiten gefunden, beide Gehirnhälften  zu synchronisiern. Dies geschieht mit Hilfe sehr langsamer Schwingungen <30 Hz, die von einem Rauschgenerator erzeugt werden und mit entspannender Musik überlagert sind. Das Gehirn wird über die erzwungene Resonanz zu  Schwingungen gleicher Frequenz veranlasst. Dies begünstigt dann die Harmonisierung der Gehirnhälften, erhöht die Entspannung oder fördert das Lern- und Denkvermögen

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© 2006 Werner Ebner * 72585 Riederich *eb { ät } gch { punkt ] de

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