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Mind Mapping
Eine sehr effiziente und zudem nahezu kostenlose Technik ist das Mind Mapping. Man braucht nur Papier und Buntstifte. Mit Hilfe der Mind-Map-Methode ist das blitzschnelle Erfassen aller Gedanken und Ideen, die bei der Bearbeitung einer Aufgabe oder der Lösung eines Problems auftauchen möglich. Mind-Mapping wurde von dem Engländer Tony Buzan entwickelt. Seine Methode basiert auf der Aufgabenteilung zwischen den beiden Gehirnhälften.
Gedanken, Ideen, Informationen, Problemstellungen aller Art und unterschiedlichen Umfangs werden mit Mind-Maps methodisch festgehalten. Befindet sich unser Gehirn in einer kreativen Phase, arbeitet es so schnell, dass wir nicht in der Lage sind, diese Gedanken, Bilder und Verknüpfungen verständlich zu formulieren. Unser „Ausgabegerät" arbeitet sozusagen mit langsamen 8 Bit, während in unserem Gehirn ein 2000 MHZ Pentium iV am Arbeiten ist. Wir denken nicht in solch komplexen Formulierungen, die wir extern auf Papier oder Tonträger
wiederfinden, sondern intern in Stichworten und assozierten Bilder. Diese Stichwörter bezeichnen wir auch als Schlüsselwörter. Diese Tatsache entspricht genau der Struktur von
Mind-Maps. Mind-Maps sind nichts anderes als methodisch strukturierte Schlüsselworte. Die Bilder des Gehirns werden ihrer Struktur entsprechend aufgezeichnet und geordnet. Gleichzeitig werden beide Gehirnhälften stimuliert und in ständigem Wechsel genutzt. Mit Mind-Maps werden automatisch Schwächen des rechten und linken Gehirns ausgeglichen, sie erhöhen das Konzentrationsvermögen, verschaffen Überblick, fördern verborgene Ideen zutage, sind grenzenlos und unendlich flexibel, eben ganz genau so wie unser Gehirn. Mind-Maps stellen einen ausgezeichneten Spiegel dessen dar, was wir zu einem bestimmten Thema gespeichert haben. Die Form der Mind-Maps ähnelt auffallend der einer Nervenzelle mit ihren Verästelungen. Ich neige dazu zu behaupten, dass in dieser Form im Gehirn gespeichert wird.
Wie auch immer, Mind-Maps funktionieren fantastisch. Sie bringen in kürzester Zeit exorbitante Ergebnisse und die Behaltensrate ist immens.
Denken ist kein linearer Vorgang, sondern ein äußerst komplexer Prozess, bei welchem im Gehirn ständig neue - durch Schlüsselwörter hervorgerufene - Assoziationen und Strukturen gebildet werden. Es kann stets zwischen verschiedenen Gedankengängen „hin- und
her gesprungen" werden. Details können in Gedanken beliebig hinzugefügt, variiert oder „ausgeblendet" werden. Es ist leicht möglich, Verknüpfungen zu anderen - bereits bekannten - Wissensgebieten zu erstellen oder abzurufen, so dass sich im Gehirn ein Netzwerk von miteinander in Verbindung stehenden Informationen bildet. Das Problem dabei ist, dass unser Gehirn so schnell „springt", dass wir nicht ohne Weiteres in der Lage sind, das entstandene Netzwerk festzuhalten, ohne eine Reihe guter Gedanken zu verlieren.
Dabei hilft uns die von Tony Buzan entwickelte Methode außerordentlich. Wir können beliebig auf dem Papier hin- und
her springen und kein guter Gedanke geht uns verloren. Informationen werden dabei nicht mehr linear in Listen- oder Fließtext (bei welchen oft bis zu 90% der Worte für Erinnnerungszwecke irrelevant sind) dargestellt, sondern in einer Art, die die Aufzeichnungen zu einem einzigartigen, im wahrsten Sinne des Wortes merkwürdigen Bild werden lässt. Es werden ausschließlich gut zu wählende Schlüsselworte benutzt, die zur späteren Erinnerung des Inhaltes ausreichen.
Gedanken werden in der Reihenfolge in der sie erscheinen aufgezeichnet. Eine Strukturierung entsteht von selbst. Es wird keine weitere Energie damit vergeudet, irgendwelche Ordnungen oder lineare Strukturen zu erzeugen und dabei kreative Ideen zu vergessen. So wie das Leben keinesfalls linear verläuft, sondern eher wie ein komplexes, weit verzweigtes Netz, so entsteht auch die Struktur auf Papier :
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