NatürlichesLernen

Wie geschieht natürliches Lernen?

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Natürliches Lernen

Jedes Kind kommt mit einem Entwicklungspotenzial und einem natürlichen Forscherdrang auf die Welt. Es strebt danach,

  • dieses Potenzial zu verwirklichen,
  • mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und zu kommunizieren,
  • seine körperlichen, emotionalen und geistigen Fähigkeiten zu entwickeln und zu schulen,
  • die Eigenschaften und Qualitäten der Umwelt zu erkennen und Zusammenhänge zu begreifen.

Um dies zu erreichen, sucht es konkrete Erfahrungen mit der Umwelt, sucht sich selber Aufgaben und Herausforderungen, an denen es wachsen kann. Es orientiert sich zwar an Vorbildern, bildet sich aber selbst. Der Motor dafür sind seine persönlichen Erfolge und die Freude daran, Neues zu entdecken. Diese „innere“ Motivation liegt in jedem Menschen, sie ist die größte Motivation (zum Lernen), die wir kennen.

Lernen an Freien Schulen:

„Lernen erfolgt in Gruppen“, das Wissen wird weiter gegeben. Das ist Lernen durch Lehren. Siehe dazu auch LdL nach Jean-Pol Martin

  • die Kinder dürfen in Ruhe alles fragen, jederzeit aufstehen und sich bewegen
  • Beziehungen und das gute Miteinander werden jederzeit aufrecht erhalten
  • alle bleiben frei und interessiert in einer Atmosphäre der Offenheit
  • Kinder haben ein gutes Verhältnis mit ihren Lehrern und umgekehrt
  • die Bremse wird herausgenommen und alle Kinder sind lebhaft
  • es sitzen da keine Mumien, die im Geiste ganz wo anders sind
  • alle Kinder sind offen und konzentriert, sie reagieren aktiv
  • keine Alterstrennung und Altersunterscheidung
  • Lehrer sind mit Schülern auf Augenhöhe
  • weder bei Lehrern noch bei Schülern dürfen Gedanken da sein, dass
    jemand etwas „nicht weiß„, dies blockiert auf der unbewussten Ebene
  • sehr wichtig ist das gemeinsame Arbeiten auf der Ebene der Aufgabenlösung
  • die Aufmerksamkeit wird vom auswendig lernen weggelenkt, in dem der
    Fokus immer bei der Aufgabenlösung bleibt
  • durch die Leichtigkeit und gegenseitige Unterstützung der Aufgabenlösung
    verschwindet die Unterscheidung von Lehrer und Schüler und das
    wichtige Wissen wird auf dem Weg nebenbei aufgenommen
  • es ist wie die Wiedererinnerung von Vergessenem – der Mensch weiß alles
  • die Kinder handeln trotz reger Wechselwirkung frei und unabhängig
    von irgendwelchen Absichten und Haltungen umgebender Menschen
  • den Kindern ist bewusst, dass sie eine Sache so gut begreifen müssen,
    dass sie das Wissen anschließend selbst weiter geben können
  • die Kinder lernen optimistisch miteinander, damit sie das Bewusstsein,
    die Ziele und Gedanken der anderen nachvollziehen können
  • es ist nicht die Mathematik wichtig, sondern der Mensch, der die Mathematik begreift
  • es gibt kein Fach um seiner selbst Willen, sondern der Erkenntnisweg durch ein Fach ist entscheidend

  • die Aufgabenstellung ist für die Menschen, das Weltbild und die Heimat notwendig
  • je höher das Motiv ist, desto schneller läuft der Prozess der Wissenserkenntnis
  • es muss eine Stimmung der Aufrichtigkeit da sein
  • das Auflösen jeglicher Spannungen ist sehr wichtig
  • keine schlechten und bremsenden Wörter anwenden: nein, nicht, nicht so, aber, un-, zu-, eigentlich, immer, immer wieder …

  • alle Impulse, die den Schüler schließen, hemmen und bremsen sollten in der Entwicklung und Entfaltung vermieden werden, dann ist alles im Fluss und keiner fühlt Unwissenheit, ohne Hindernisse bewegen sich alle sehr schnell an das Ziel
  • der Wortschatz der Schüler ist sehr tiefgründig und es gibt keine verwirrenden und ablenkenden Wörter von Gedanken

Wörter sind mit bedeutsamen Gefühlen erwärmt, alles hat eine Bedeutung, wenn alles erfüllt ist, dann ist die Aufgabe gelöst